Tankrabatt beschlossen, Spritpreise steigen trotzdem weiter
Der Bundesrat hat die Energiesteuersenkung freigemacht, doch an vielen Tankstellen werden die Preise am Mittag erneut angehoben. Für Autofahrer bleibt die Lage damit vorerst angespannt.
Der Tankrabatt ist beschlossen, an den Zapfsäulen kommt davon aber zunächst noch nichts an. Im Gegenteil: Viele Tankstellen haben die Preise am Mittag erneut angehoben, teils um spürbare 15 bis 17 Cent pro Liter. Für Autofahrer bleibt die Lage damit weiter unübersichtlich.
Bundesrat gibt grünes Licht für Entlastung
Der Bundesrat hat in seiner Sondersitzung am 24. April 2026 der befristeten Senkung der Energiesteuer für Benzin und Diesel zugestimmt. Ab dem 1. Mai soll der Liter Kraftstoff für zwei Monate rechnerisch um bis zu 17 Cent brutto günstiger werden. Die Entlastung ist politisch beschlossen, an der Preisentwicklung vor dem Start ändert das aber noch nichts.
Preise ziehen an den Tankstellen an
Auf mehreren Stationen wurden die Preise pünktlich zur Mittagszeit erhöht. Gerade bei Super E10 und Diesel zeigen die aktuellen Marktbewegungen, dass viele Anbieter weiterhin sehr schnell auf die Lage am Ölmarkt reagieren. Für Verbraucher bedeutet das: Der angekündigte Rabatt kommt erst später, die aktuelle Preisbelastung aber sofort.
Warum die Lage angespannt bleibt
Der Ölmarkt bleibt wegen geopolitischer Unsicherheiten nervös. Auch wenn der Tankrabatt ab Mai für Entlastung sorgen soll, können steigende Rohölpreise oder kurzfristige Marktreaktionen die Wirkung deutlich abschwächen. Genau das sehen Autofahrer jetzt schon an den Tankstellen.
Was Autofahrer jetzt tun können
- Preise vor dem Tanken vergleichen.
- Wenn möglich, nicht zur Mittagszeit tanken.
- Regionale Unterschiede im Blick behalten, denn dort liegen oft mehrere Cent Unterschied pro Liter.
Quellen: Bundesrat, ADAC, aktuelle Marktbeobachtung