17-Cent-Tankrabatt: Bundestag stimmt am 23. April ab – was Autofahrer jetzt wissen müssen
Der Bundestag debattiert das Energiesteuersenkungsgesetz. Abstimmung ist für den 23. April geplant. 17 Cent weniger pro Liter – aber nur für zwei Monate und nur wenn das Gesetz auch wirklich verabschiedet wird. Alle Details.
Was ist geplant?
Die Koalition hat einen Gesetzentwurf zur befristeten Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe eingebracht. Kern des Vorhabens: Die Energiesteuer soll um 14,04 Cent pro Liter gesenkt werden. Inklusive Umsatzsteuer ergibt das eine Entlastung von rund 17 Cent pro Liter – für E5, E10 und Diesel gleichermaßen.
Der Geltungszeitraum ist jedoch begrenzt: 1. Mai 2026 bis 30. Juni 2026. Danach läuft die Maßnahme automatisch aus.
Wie wird das finanziert?
Die Steuersenkung kostet den Bundeshaushalt rund 1,6 Milliarden Euro. Gegenfinanziert wird sie durch eine Erhöhung der Tabaksteuer ab 2026. Zusätzlich ist eine steuerfreie Entlastungsprämie für Arbeitgeber von bis zu 1.000 Euro pro Arbeitnehmer geplant.
Wann kommt das Geld wirklich an?
Selbst wenn der Bundestag am 23. April zustimmt, gilt: Die Steueranpassung tritt frühestens zum 1. Mai in Kraft. Und dann dauert es erfahrungsgemäß weitere Tage, bis Mineralölkonzerne und Tankstellen die Senkung an die Kunden weitergeben.
Beim Tankrabatt 2022 (damals 35 Cent für drei Monate) dauerte es in manchen Regionen über eine Woche, bis die volle Senkung ankam – und beim Auslaufen der Maßnahme stiegen die Preise sofort wieder. Experten mahnen deshalb: Wer günstig tanken will, sollte nicht bis Mai warten, sondern jetzt von den bereits sinkenden Marktpreisen profitieren.
Lohnt sich das Warten?
Aus rein rechnerischer Sicht: Bei einem 50-Liter-Tank und 17 Cent Ersparnis spart man pro Tankfüllung 8,50 Euro. Über zwei Monate und bei wöchentlichem Tanken wären das rund 68 Euro. Kein schlechter Deal – aber nur wenn die Senkung auch tatsächlich weitergegeben wird.
Unsere Empfehlung: Nutze unsere Preisalarm-Funktion, um ab dem 1. Mai sofort zu sehen, welche Tankstellen in deiner Nähe den Rabatt wirklich weitergeben – und welche nicht.
Quellen: Bundestag.de, Bundesministerium der Finanzen, ADAC, Spiegel, Handelsblatt