Bundestag stimmt Donnerstag über Tankrabatt ab – 17 Cent ab Mai, aber mit Haken
Am 23. April entscheidet der Bundestag über die Energiesteuersenkung. 17 Cent günstiger pro Liter – aber nur für zwei Monate und nur wenn die Konzerne mitspielen. Was der Unterschied zum Tankrabatt 2022 ist und was Autofahrer diesmal besser machen können.
Abstimmung am 23. April
Der Deutsche Bundestag stimmt am Donnerstag, 23. April 2026, nach einer einstündigen Debatte über das Energiesteuersenkungsgesetz ab. Der Gesetzentwurf der Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD sieht eine Absenkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe um 14,04 Cent pro Liter vor. Inklusive Mehrwertsteuer ergibt sich daraus eine Entlastung von rund 17 Cent pro Liter – für E5, E10 und Diesel gleichermaßen.
Der Geltungszeitraum ist bewusst begrenzt: 1. Mai bis 30. Juni 2026. Die Maßnahme kostet den Bundeshaushalt 1,6 Milliarden Euro und wird durch eine Tabaksteuererhöhung gegenfinanziert.
Was ist diesmal anders als 2022?
Beim großen Tankrabatt 2022 (35 Cent für drei Monate) gaben viele Konzerne die Senkung nur teilweise weiter. Die Kritik war massiv. Diesmal hat die Bundesregierung vorgesorgt:
- Das Bundeskartellamt bekommt erweiterte Datenzugangsrechte zur Lieferkettenkontrolle
- Kartellamtschef Andreas Mundt hat angekündigt, die Preisentwicklung ab Mai täglich zu beobachten
- Neue kartellrechtliche Begleitmaßnahmen sollen Mitnahmeeffekte verhindern
Ob das reicht, werden die ersten Tage im Mai zeigen.
Wann kommt das Geld wirklich an?
Selbst bei Zustimmung am Donnerstag gilt: Das Gesetz muss noch den Bundesrat passieren und ausgefertigt werden. Frühester Termin für den Inkrafttretensbeginn ist der 1. Mai – aber auch dann vergehen erfahrungsgemäß mehrere Tage bis die Senkung vollständig an den Zapfsäulen ankommt.
Unsere Empfehlung: Nutze die Preisalarm-Funktion auf SpritExperte, um ab dem 1. Mai sofort zu sehen welche Tankstellen in deiner Nähe den Rabatt wirklich weitergeben.
Quellen: Bundestag.de, wirtschaftsticker.com, ms-aktuell.de, ADAC